20.10.2017: Interkulturelle Sprachbildung: KI gab Tipps für die Unterrichtspraxis

Mit einem Fachtag für Lehrkräfte informierte das Kommunale Integrationszentrum über den Umgang mit Interkultureller Sprachbildung im Schulalltag

Oberbergische Kreis. Das Kommunale Integrationszentrum Oberbergischer Kreis lud Lehrkräfte aller Schulformen kürzlich zum Thema „Migration und Schule - Interkulturelle Sprachbildung“ ins Berufskolleg Dieringhausen ein. Der Referent Franz Kaiser Trujillo, Fachberater der Bezirksregierung Arnsberg, stellte die Entwicklung der Zuwanderung und ihre Folgen für die Schulentwicklung und den Unterricht dar.

Er verdeutlichte zu Beginn des Tages die Zahlen und Fakten ganz praktisch, in dem er die Teilnehmenden bat, sich zu bestimmten Fragen im Raum zu positionieren. Dadurch wurde anschaulich, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmenden selbst ausländische Wurzeln hat. Dies bilde den durchschnittlichen Prozentsatz in der Bundesrepublik ab, so Franz Kaiser Trujillo.

Nach den einführenden Worten thematisierte Franz Kaiser Trujillo die Beschulungsformen für Zugewanderten und sprach sich für die gemeinsame, integrative Beschulung aus: "Dabei dürfen aber die Kinder und Jugendlichen nicht allein gelassen werden. Wenn man sie einem Sprachbad aussetzt, ohne eine helfende Hand auszustrecken, werden die meisten unvermeidlich im Wortgewirr ertrinken."

Der Nachmittag des Fachtags war der Praxis vorbehalten. Der Referent gab den Teilnehmenden zahlreiche Materialien und Unterrichtsbeispiele an die Hand. Gemeinsam gelangten die Teilnehmenden zum Ergebnis: Sprachbildung ist in jedem Fach und mit einfach umzusetzenden Methoden und Materialien möglich.

Franz Kaiser Trujillo referierte zur Interkulturellen Sprachbildung. (Foto: OBK)
Franz Kaiser Trujillo referierte zur Interkulturellen Sprachbildung. (Foto: OBK)


Letzte Änderung: 20. Oktober 2017